
„Geflüchtete und Smartphones“ im medialen Diskurs. Eine Analyse der symbolischen Repräsentationen von Macht(-verhältnissen)
Beiträge zu Bildungstheorie und Bildungsforschung, Bd. 9
Livia Ramos
ISBN 978-3-8325-4787-5
121 Seiten, Erscheinungsjahr: 2018
Preis: 34.00 €
„Geflüchtete und Smartphones“ im medialen Diskurs. Eine Analyse der symbolischen Repräsentationen von Macht(-verhältnissen)
Wer spricht wie über wen? Im Sommer 2015 erreichten tausende Flucht_migrierende die europäischen Grenzen. Die Tatsache, dass viele in Westeuropa ankommende Geflüchtete Smartphones mit sich führten hat in Teilen der deutschen und österreichischen Bevölkerung für Empörung gesorgt. Daraufhin erschienen in Online-Zeitungen Artikel über die Gründe für den Besitz und die Benutzung von Smartphones außerhalb Europas und im Zusammenhang mit Flucht. Jene Artikel spiegeln die in diesem Buch aufgeworfenen Problematiken wieder. Im Diskurs "Geflüchtete und Smartphones" kann ein Spannungsverhältnis zwischen "Eigenem" und "Fremdem", erkannt werden, ein Verhältnis, das ohnehin von Diskriminierung und "kulturellem Rassismus" charakterisiert ist.
Ausgehend von der These, dass der Smartphonebesitz von den Neuankommenden die imaginierte Grenze zwischen "Wir" und "Nicht-Wir" ins Wanken bringen lässt, werden die aus dem Diskurs zu entnehmenden Versuche diese Grenze zu (de)stabilisieren in deren Ambivalenz hervorgehoben. Die gleichzeitige Solidarisierung mit und Rassifizierung von Geflohenen tritt in den Vordergrund und im Zuge dessen kann die Art und Weise in der über den/die Andere(n) gesprochen wird zum Gegenstand der Reflexion gemacht werden.








